Sächsische Vinothek

Beiträge veröffentlicht in Februar 2011 | Seite 3

Ein Weinanbaubetrieb in Diesbar-Seußlitz bei Meißen

Rebfläche: 4 ha, zusätzlich werden von ca. 2,7 ha Trauben benachbarter Winzer zugekauft

Jahresproduktion: ca. 50.000 Flaschen

Beste Lagen: „Seußlitzer Heinrichsburg“, „Seußlitzer Schlossweinberg“

Sorten: Goldriesling, Müller-Thurgau, Weißburgunder, Grauburgunder, Riesling, Traminer

Spätburgunder, Blauer Zweigelt, Dornfelder, Dunkelfelder, Schieler (gekeltert aus Weißburgunder + Spätburgunder)Weiterlesen »


Weinanbaubetrieb in Meißen

Rebfläche: 2 ha Steillagenfläche

Jahresproduktion: ca. 8000 Flaschen

Beste Lagen: „Meißner Kapitelberg“

Sorten: Müller-Thurgau, Riesling, Kerner, Traminer

Durchschnittsertragsmenge: 30 – 40 hl/ha

Boden: überwiegend Granit – Syenit- VerwitterungsbodenWeiterlesen »


Weingut in Jessen an der Schwarzen Elster

Rebfläche: 10 ha

Beste Lagen: Jessener Gorrenberg

Sorten: Müller-Thurgau, Riesling, Kerner, Traminer, Weißburgunder

Spätburgunder, Schwarzriesling, Regent, Acolon

Durchschnittsertragsmenge: 30 – 40 hl/ha

Boden: Kies und LehmbödenWeiterlesen »


Ein Weinanbaubetrieb am Fuße der Bosel bei Meißen

Rebfläche: 3,5 ha davon 1 ha Steillage und 2,5 ha 5 – 15 % Steigung

Jahresproduktion: ca. 14.000 bis 20.000 Flaschen

Beste Lagen: Meißner Kapitelberg, Proschwitzer Katzensprung, Weinberg Kötitz

Sorten Goldriesling, Müller-Thurgau, Weißburgunder, Grauburgunder, Riesling, Traminer, Bacchus, Kerner und Silvaner

Spätburgunder, Frühburgunder, Regent, DornfelderWeiterlesen »


Die schöne Nachbarin des Weinanbaugebietes Sachsen

Geschichte zum Weinanbaugebiet Saale-Unstrut

Der Weinbau an den Flüssen Saale und Unstrut wird erstmals im Jahr 998 urkundlich belegt. Kaiser Otto III. schenkte nach diesem Dokument dem Kloster Memleben sieben Orte mit allem Land und Gut. Dazu gehörten auch Weinberge. Es ist aber davon auszugehen, dass schon einige Zeit davor der Weinbau in großen Teilen Thüringens betrieben wurde. Nachweislich waren es vor allem die Klöster, die den Weinbau förderten. Der Wein war zu dieser Zeit nicht nur Privileg, sondern auch Ernährungsgrundlage der Bevölkerung, denn Trinkwasser war knapp und nicht haltbar.

Die Weinanbaufläche soll zu Beginn des 16. Jahrhunderts bis zu 10.000 ha betragen haben – eine unvorstellbare Blüte der Weinkultur.

Kriege und wetterbedingte Missernten folgten und vernichteten Rebflächen. Kartoffeln, Roggen, Gerste und Hopfen eroberten die Felder und lieferten die Grundlage für neue Getränke wie Bier und Schnaps. Für die damalige Zeit exotische Getränke wurden importiert, beispielsweise Kaffee, Kakao und Tee – ebenso der bessere und preiswertere Wein anderer Regionen. Dies ruinierte fast den gesamten regionalen Weinbau.

Nach dem Wiener Kongress 1815 kam das Gebiet in Preußischen Besitz, der Weinbau erfuhr einen Aufschwung, durch strenge Kontrollen und hohen Einfuhrzoll für ausländische Weine vergrößerten sich die Rebflächen wieder. Die Ende des 18. Jahrhunderts eingeschleppten Mehltaupilze (Oidium und Peronospora) stellten die Winzer vor große Probleme. Den schwersten Schlag jedoch erlebte der Weinbau durch den Einfall der Reblaus 1887.

Standen um die Jahrhundertwende noch rund 1.000 ha Reben, so waren es 1919 nur noch rund 100 ha.

Nachdem erkannt wurde, dass die Reblaus nur wurzelechte Europäerreben befällt, wurde mit der Züchtung der gepfropften Reben (mit reblausresistenten Unterlagen von Amerikanerreben) begonnen. Dabei spielte die Region um Naumburg – Freyburg – Bad Kösen eine Vorreiterrolle im gesamtdeutschen Weinbau.

Ab Anfang der 60er Jahre wurde der Weinbau wieder gefördert – die Rebflächen dehnten sich auf 480 ha aus.

Nach einer kältebedingten Stagnation im „Polarwinter“ 1986/87 (Temperaturen von -30°C) wurde nach der Wende mit der Gesamtfläche von ca 664 ha der jetzige Bestand erreicht.

1990 wurde der Weinbauverband Saale-Unstrut e.V. als Interessenvertretung für die Winzer gegründet, der 1991 in den Deutschen Weinbauverband aufgenommen wurde.

Weinanbaumethoden, Böden & Klima

Gegenwärtig sind rund 642 ha in Sachsen-Anhalt bestockt, ca. 113 ha in Thüringen und ca 10 ha in Brandenburg. Es sind über 50 Rebsorten, die hier angebaut werden – darunter befinden sich auch Raritäten, die nicht sehr häufig im deutschen Weinanbau vorkommen.

Der Weinbau wird in Weitraumanlagen und traditionsgemäß in Steil- und Terrassenanlagen betrieben. Größtenteils herrscht die Drahtrahmenerziehung vor, teilweise findet man noch Flächen mit Pfahlerziehung.

An den Hängen von Saale und Unstrut dominiert der Muschelkalkverwitterungsboden, aber auch Buntsandstein, Lößlehm und Kupferschiefer sind zu finden. In den Flusstälern bilden „Wärme-Inseln“ ein besonderes mildes Mikroklima.

Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 9,1 °C. Hier scheint die Sonne etwa 1.600 Stunden im Jahr. Der Thüringer Wald hält so manches schlechte Wetter vom Atlantik ab, leider lässt er aber auch recht wenig Regen ins Thüringer Becken (mit rund 500 mm Niederschlag im Jahr die regenärmste Weinbauregion Deutschlands). Die durchschnittlichen Erträge liegen bei rund 50 hl / ha.

Qualität oder Massenweinbau?

Gegenwärtig gehören drei Bereiche mit vier Großlagen mit 41 Einzellagen zum Weinanbaugebiet.

Massenweinbau kann und soll es an Saale und Unstrut gar nicht geben die Qualität hat Vorrang! Vor allem die Muschelkalkböden sorgen für sehr gehaltvolle Weine.

Bei einem guten Jahrgang entsteht durch das Siel von Säure und Extrakt ein eigener unverwechselbarer Gebietstyp, in dem alles enthalten ist, was diese Landschaft so besonders macht – durch einen ausgesprochen reduktiven Ausbau gelingen vielen Winzern sehr mineralische, ausdrucksvolle Weine.

Weitere Informationen unter http://www.weinbauverband-saale-unstrut.de →


Tresterbrände werden aus den Rückständen der Weinmaische – dem Trester – destilliert. So entsteht eine äußerst schmackhafte Spirituose.

Der Grappa

ist ein sehr bekannter Tresterbrand.


Die sogenannte Sachsenkeule

… ist eine besondere Flaschenform, die zu Beginn des 19. Jh. als Besonderheit einiger Sächsischer Winzer auf den Markt kam. Da sie wegen ihrer Keulenform jedoch kompliziert zu transportieren und sehr bruchanfällig war, wurde sie bald nicht mehr genutzt und geriet in Vergessenheit.Weiterlesen »


(das Rezept als PDF hier herunterladen)

Zutaten für 4 Personen
2 Pfund Rinderoberschale
1 große Zwiebel, 2 EL Rosinen
2 Lorbeerblätter, 8 El Essig
Pfefferkörner, Salz, Piment, Öl, Wurzelwerk
1 l Wasser, 1 EL Honig
1 Scheibe Schwarzbrot o. Gewürzkuchen
Rotwein nach Geschmack

Zubereitung Sächsischer Sauerbraten:
Aus Wasser, Salz, Honig, Rosinen, Lorbeer, Piment, Pfefferkörnern, Zwiebeln, Wurzelwerk einen Sud herstellen und diesen aufkochen lassen. Den Essig in den kochenden Sud geben. Das Fleisch in eine tiefe Schüssel legen, den Sud dazugießen, so dass das Fleisch ganz Weiterlesen »


Kartoffelsuppe aus rohen Kartoffeln

kartoffelsuppe - foto: wrw / pixelio.de
Foto: wrw / pixelio.de

Dieses Rezept ist einem alten Kochbuch entnommen. „Ratgeber für Herd und Haus“ von Berta Dißmann, 16. Auflage, um 1930

Rezept als PDF herunterladen ->

Zutaten für 4 Personen

500 g rohe Kartoffeln   1 kl. Zwiebel
1 ½ l Wasser   20 g Mehl
Wurzelwerk   1 Prise Pfeffer
Salz nach Geschmack   Petersilie oder Sellerieblättchen
40 g Fett    

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Öffnungszeiten:

Mo – Fr: 12 – 18 Uhr
Sa: 12 – 17 Uhr

Abweichende Öffnungszeiten November
04. – 07.11. / 11. – 14.11.2019 geschlossen
19.11.2019: 12 – 16:30 Uhr
31.10. und 20.11.2019 geschlossen

An der Frauenkirche 13
Salzgasse 2, 01067 Dresden

Telefon: 0351 – 48 45 200

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