Anbaugebiet

Müller-Thurgau (15,3%)

Im Anbaugebiet Sachsen die wichtigste Rebe. Die größte Verbreitung begann im Elbtal nach dem Zweiten Weltkrieg. Seine geringen Ansprüche an Lage und Boden sowie Ertragssicherheit versprechen dem Winzer gute Quantität und Qualität. Nach den letzten Erkenntnissen von Klonforschungen aus Kloster-Neuburg in Österreich eine Kreuzung von Riesling und einer Gutedelart. Zu leichten Vorspeisen zu genießen oder im Sommer nach der Ernte als spritzige Erfrischung.

Riesling (14,6%)

Interessanterweise sollen die ersten Rieslingstöcke im heutigen Anbaugebiet rund um den Jessener Gorrenberg im Ertrag gewesen sein. Lange Zeit galt das Elbtal als ungeeignet für eine der besten Reben der Welt. Heute ist der Riesling die zweitwichtigste Sorte im Anbaugebiet mit teilweise Spitzenqualitäten. Zu Fisch und Kalb am Besten passend, sehr spritzige säurebetonte leicht fruchtige Weine.Weiterlesen »


Als sortenrein gekelterter Weißwein nur noch in Sachsen zu finden

Vor mehr als 100 Jahren wurde er von Carl Pfeiffer zu uns gebracht. Ursprünglich 1893 im Elsass gekreuzt, wird er heute von 11 hiesigen Weingütern auf ca.23 ha Fläche angebaut.

Als Kreuzungspartner galt bis vor kurzem neben dem Riesling die Sorte Courtillier musqué prècoce. Inzwischen ergaben jedoch die jüngsten Analysen, dass es der Frühe Gelbe Malinger gewesen ist.Weiterlesen »


Weinanbaubetrieb im Winzerdorf Sörnewitz nahe Meißen

Rebfläche: 5 ha Steillagenfläche

Jahresproduktion: ca. Flaschen

Beste Lagen: „Meißner Kapitelberg“ und „Klausenberg“ (Alleinbesitz des Weingutes)

Sorten: Goldriesling, Elbling, Weißburgunder, Grauburgunder, Riesling, Traminer, Kerner

Blauer Spätburgunder, Regent, Dunkelfelder

Durchschnittsertragsmenge: 40 – 50 hl/ha

Boden: überwiegend Granit – Syenit- VerwitterungsbodenWeiterlesen »


Weinanbaugebiete der Sächsischen Winzergenossenschaft Meißen

Rebfläche: 164 ha, davon 106 ha Steillagen

Jahresproduktion: ca. 800.000 Flaschen

Beste Lagen: Radebeuler Goldener Wagen, Pillnitzer Königlicher Weinberg, Proschwitzer Katzensprung

Sorten: Goldriesling, Müller-Thurgau, Weißburgunder, Grauburgunder, Riesling, Traminer, Bacchus, Kerner, Gutedel, Scheurebe, Morio-Muskat,

Spätburgunder, Portugieser, Regent, Dornfelder, Domina, SchwarzrieslingWeiterlesen »


Die schöne Nachbarin des Weinanbaugebietes Sachsen

Geschichte zum Weinanbaugebiet Saale-Unstrut

Der Weinbau an den Flüssen Saale und Unstrut wird erstmals im Jahr 998 urkundlich belegt. Kaiser Otto III. schenkte nach diesem Dokument dem Kloster Memleben sieben Orte mit allem Land und Gut. Dazu gehörten auch Weinberge. Es ist aber davon auszugehen, dass schon einige Zeit davor der Weinbau in großen Teilen Thüringens betrieben wurde. Nachweislich waren es vor allem die Klöster, die den Weinbau förderten. Der Wein war zu dieser Zeit nicht nur Privileg, sondern auch Ernährungsgrundlage der Bevölkerung, denn Trinkwasser war knapp und nicht haltbar.

Die Weinanbaufläche soll zu Beginn des 16. Jahrhunderts bis zu 10.000 ha betragen haben – eine unvorstellbare Blüte der Weinkultur.

Kriege und wetterbedingte Missernten folgten und vernichteten Rebflächen. Kartoffeln, Roggen, Gerste und Hopfen eroberten die Felder und lieferten die Grundlage für neue Getränke wie Bier und Schnaps. Für die damalige Zeit exotische Getränke wurden importiert, beispielsweise Kaffee, Kakao und Tee – ebenso der bessere und preiswertere Wein anderer Regionen. Dies ruinierte fast den gesamten regionalen Weinbau.

Nach dem Wiener Kongress 1815 kam das Gebiet in Preußischen Besitz, der Weinbau erfuhr einen Aufschwung, durch strenge Kontrollen und hohen Einfuhrzoll für ausländische Weine vergrößerten sich die Rebflächen wieder. Die Ende des 18. Jahrhunderts eingeschleppten Mehltaupilze (Oidium und Peronospora) stellten die Winzer vor große Probleme. Den schwersten Schlag jedoch erlebte der Weinbau durch den Einfall der Reblaus 1887.

Standen um die Jahrhundertwende noch rund 1.000 ha Reben, so waren es 1919 nur noch rund 100 ha.

Nachdem erkannt wurde, dass die Reblaus nur wurzelechte Europäerreben befällt, wurde mit der Züchtung der gepfropften Reben (mit reblausresistenten Unterlagen von Amerikanerreben) begonnen. Dabei spielte die Region um Naumburg – Freyburg – Bad Kösen eine Vorreiterrolle im gesamtdeutschen Weinbau.

Ab Anfang der 60er Jahre wurde der Weinbau wieder gefördert – die Rebflächen dehnten sich auf 480 ha aus.

Nach einer kältebedingten Stagnation im „Polarwinter“ 1986/87 (Temperaturen von -30°C) wurde nach der Wende mit der Gesamtfläche von ca 664 ha der jetzige Bestand erreicht.

1990 wurde der Weinbauverband Saale-Unstrut e.V. als Interessenvertretung für die Winzer gegründet, der 1991 in den Deutschen Weinbauverband aufgenommen wurde.

Weinanbaumethoden, Böden & Klima

Gegenwärtig sind rund 642 ha in Sachsen-Anhalt bestockt, ca. 113 ha in Thüringen und ca 10 ha in Brandenburg. Es sind über 50 Rebsorten, die hier angebaut werden – darunter befinden sich auch Raritäten, die nicht sehr häufig im deutschen Weinanbau vorkommen.

Der Weinbau wird in Weitraumanlagen und traditionsgemäß in Steil- und Terrassenanlagen betrieben. Größtenteils herrscht die Drahtrahmenerziehung vor, teilweise findet man noch Flächen mit Pfahlerziehung.

An den Hängen von Saale und Unstrut dominiert der Muschelkalkverwitterungsboden, aber auch Buntsandstein, Lößlehm und Kupferschiefer sind zu finden. In den Flusstälern bilden „Wärme-Inseln“ ein besonderes mildes Mikroklima.

Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 9,1 °C. Hier scheint die Sonne etwa 1.600 Stunden im Jahr. Der Thüringer Wald hält so manches schlechte Wetter vom Atlantik ab, leider lässt er aber auch recht wenig Regen ins Thüringer Becken (mit rund 500 mm Niederschlag im Jahr die regenärmste Weinbauregion Deutschlands). Die durchschnittlichen Erträge liegen bei rund 50 hl / ha.

Qualität oder Massenweinbau?

Gegenwärtig gehören drei Bereiche mit vier Großlagen mit 41 Einzellagen zum Weinanbaugebiet.

Massenweinbau kann und soll es an Saale und Unstrut gar nicht geben die Qualität hat Vorrang! Vor allem die Muschelkalkböden sorgen für sehr gehaltvolle Weine.

Bei einem guten Jahrgang entsteht durch das Siel von Säure und Extrakt ein eigener unverwechselbarer Gebietstyp, in dem alles enthalten ist, was diese Landschaft so besonders macht – durch einen ausgesprochen reduktiven Ausbau gelingen vielen Winzern sehr mineralische, ausdrucksvolle Weine.

Weitere Informationen unter http://www.weinbauverband-saale-unstrut.de →


sächsische weinstraße von diesbar seuslitz über meißen, coswig, radebeul, dresden bis pirnaDas bezaubernde Weinanbaugebiet an der Elbe

… kann mit einigen Superlativen aufwarten. Es ist das nordöstlichste in Europa und mit ca. 490 ha auch eines der kleinsten in Deutschland.

Die jahrhundertealte Tradition prägte das Erscheinungsbild der Landschaft entlang der Weinstraße von Pirna bis Diesbar-Seußlitz bei Meißen entscheidend. Immer wieder steht man vor aufgerebten Hängen, prächtigen historischen Bauten und findet urige Winzerstuben in idyllischen Dörfern. Gerade dieses Zusammenspiel von Architektur, Weinanbau, Landschaft und Geschichte macht dieses Gebiet so besonders und bei Einheimischen sowie Touristen sehr beliebt.Weiterlesen »


Öffnungszeiten:

Mo – Sa 12 – 18 Uhr

25. – 26.08.2017 geschlossen

An der Frauenkirche 13
Salzgasse 2, 01067 Dresden

Telefon: 0351 – 48 45 200